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Zwei Teams aus Gießen bei Lauf zu Deutscher Rallye Meisterschaft

Vergangenes Wochenende fand am 4. und 5. Oktober die 56. ADMV Rallye Erzgebirge statt. Beim fünften von sechs Läufen zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) sowie den ADAC Rallye Masters und dem ADAC Rallye Cup traf sich Deutschlands Rallye Elite in und um Stollberg im Erzgebirge. Mit dabei waren mit Alexander Kattenbach/Sina Hildebrandt auf einem Opel Adam Cup und Nils Hildebrandt/Giuliana Beck auf einem Citroën DS3 R1 auch zwei Teams des Auto- und Motorradclubs (AMC) Gießen.

Schon beim sogenannten Shakedown, einem letzten Test vor der eigentlichen Rallye, zeigte sich, was die nächsten zwei Tage auf die Teilnehmer zukommen würde. Teils sehr starker Regen mit nur kurzen Pausen führte zu stellenweise zentimetertiefen Wasserlöchern auf der Straße, selbst das Geradeausfahren wurde durch starkes Aquaplaning zur Rutschpartie. Die Regenfälle ließen auch am Freitag und Samstag nur selten nach und verwandelten vor allem die Schotterstücke der Wertungsprüfungen in eine Schlammschlacht. Bei diesen Bedingungen zeigten Hildebrandt/Beck am Freitagabend eine solide Vorstellung und konnten in Führung mit 28,2 Sekunden Vorsprung in der Division 6 übernachten. Am Samstagmorgen lieferten sie zwei weitere Bestzeiten und konnten die Führung ausbauen. Auf WP 6 „Gelenau 2“ allerdings drehte sich der DS3 R1 beim Anbremsen auf spiegelglatter Fahrbahn ein und rutschte in den angrenzenden Acker. Dabei grub sich das Fahrzeug so tief in die durchweichte Erde, dass sich das Team nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Obwohl am Auto nichts kaputt war, mussten die beiden letztendlich aufgeben.
Kattenbach/Hildebrandt waren am Freitagabend etwas vorsichtiger unterwegs und standen zur Übernachtung auf Platz 10 in der Division 8 (ADAC Opel Rallye Cup). Am Samstag konnten sie sich leicht steigern und errangen nach WP 8 den achten Platz. Auf dem nachfolgenden 21,4 km langen Rundkurs „Bad Schlema“ schlug dann aber der Defektteufel zu und schon am Start riss eine Antriebswelle ab. Mit deutlich vermindertem Vortrieb ließen die beiden zwei Runden aus und schleppten sich direkt ins Ziel. Zwar konnte im folgenden Service die Antriebswelle getauscht werden und Kattenbach/Hildebrandt die letzten beiden WPs unter die Räder nehmen, bekamen allerdings für die nicht eingehaltene Anzahl Runden eine fünf-Minuten-Zeitstrafe. Dennoch beendeten sie die Rallye, auch durch Ausfälle der Konkurrenz, auf einem guten siebten Platz in der Division 8 und waren im Ziel sichtlich zufrieden.
Die Gesamtwertung konnten Fabian Kreim/Tobias Braun (Škoda Auto Deutschland, Škoda Fabia R5) gewinnen, vorHermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer (Hyundai i20 R5) und Julius Tannert/Helmar Hinneberg (ADAC Sachsen e.V., Škoda Fabia R5).

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