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Datum : Samstag, 4. Februar 2023
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Geipel gewinnt Cimbern-Rallye

Philip Geipel und Beifahrerin Katrin Becker-Brugger haben die diesjährige Cimbern-Rallye für sich entscheiden können und einen wichtigen Schritt in Richtung Titel gemacht.

Die Erfolgsserie von Marijan Griebel (Citroën) ist gestoppt. Nach drei Siegen in Folge musste er sich bei der Cimbern-Rallye mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Ganz oben auf dem Treppchen steht Philip Geipel (Skoda), der vor dem Saisonfinale seine Führung in der Deutschen Rallye Meisterschaft festigen kann.

„Es lief alles wie von selbst. Wir haben schnell unseren Rhythmus gefunden und hatten heute während des gesamten Tages Spaß. Auch vom Regen haben wir uns nicht beirren lassen, die Reifenwahl war perfekt und die letzte Prüfung war eine der coolsten, die ich je gefahren bin. Da wir auch die Pirelli Power Stage gewonnen haben, kommen 35 Punkte dazu. Wir wollen diese Euphorie vom hohen Norden mit in das Finale nach Niederbayern nehmen.“

Griebel lag nach dem ersten Tag nur eine Zehntelsekunde hinter den späteren Gewinnern, danach fiel er kontinuierlich zurück. „Wenn ich gewinnen kann, gebe ich alles. Wenn nicht, fahre ich taktisch. Das war heute der Fall. Ich habe schnell gemerkt, dass unser Paket aus Fahrer, Auto und Reifen nicht zum Sieg reichen würde. Im Hinblick auf den Titel ist ein zweiter Platz nach drei Siegen in Folge auch okay. In unserer Klasse sind die Autos auf identischem Niveau, da kommt es auf die Reifen an. Unserer funktionierte heute bei nassen Bedingungen nicht so gut, dafür waren wir in den Rallyes zuvor sehr schnell. Damit muss man eben leben“, erklärte der 33-jährige Tabellenzweite aus Hahnweiler.

Pech hatte Mitfavorit Julius Tannert (VW). Nach starkem Auftakt fing sich der Zwickauer zwei Reifenschäden ein und musste vorzeitig aufgeben.„Ich bin in Wertungsprüfung fünf über den Fuß einer Baustellen-Barke gefahren und habe uns damit einen Reifenschaden eingehandelt. Wir sind zu Ende gefahren und hatten einen Rückstand von rund 40 Sekunden. Danach haben wir uns mit einem neuen Reifen wieder einen Plattfuß eingehandelt. Das wars, wir hatten keinen Ersatz mehr und mussten das Fahrzeug abstellen. Schade, wir waren absolut siegfähig, aber ich fahre seit über zehn Jahren Rallye und bin Kummer gewohnt“, so der 32-jährige Zwickauer. 

Drittbeste Deutsche in der DRM-Wertung waren Oliver Bliss und Marco Glasen im Skoda Fabia R5 auf Rang sechs. Auf den drei Plätzen vor ihnen lagen Teilnehmer aus Dänemark, die traditionell bei der Cimbern Rallye einen offiziellen Meisterschaftslauf austragen und deren Ergebnisse mit in die Wertung eingehen.

Titel für Martin Christ

In der DRM2-Kategorie war es am Samstag bis zum Schluss spannend. Nach jeder Wertungsprüfung wechselte die Führung, ehe sich Nico Knacker (Renault) bei erneut einsetzendem Regen gegen seine deutsche Konkurrenz durchsetzen konnte und in seiner Klasse Platz zwei erkämpfte. „In den letzten Rallyes lief es teilweise sehr unglücklich und wir sind froh, dass unsere Pechsträhne endlich gerissen ist. Die Reifenwahl war entscheidend und wir haben uns auf der vorletzten WP ein wenig verpokert. Zum Schluss lagen wir dann goldrichtig und konnten unsere Kollegen aus Deutschland noch abfangen“, freute sich Nico Knacker, der sich allerdings klar dem Klassenbesten Madsen Jacob Leutenberger (Peugeot) geschlagen geben musste.

Konstantin Keil (Citroën) zeigte im Regen von Süderbrarup ebenfalls eine starke Leistung und belegte Platz drei. Dahinter freute sich Tabellenführer Martin Christ (Opel) wie selten zuvor über einen vierten Rang, denn der machte ihn vorzeitig zum Meister in der DRM2.

„Wir hatten einen großen Vorsprung, Ankommen war das Wichtigste. Wir durften nur nicht zu viel an Boden verlieren. Bei den wechselhaften Bedingungen haben wir auf Sicherheit gesetzt und sind fast ausschließlich mit Regenreifen gefahren, obwohl man auch softe Slicks hätte einsetzen können. Aber diese Zurückhaltung ist nicht ungefährlich und wäre am Freitag fast schiefgegangen. Ich bin weggerutscht und haarscharf an einem Baum vorbei auf einer Wiese gelandet. Da haben wir 15 Sekunden verloren. Danach war ich voll konzentriert unterwegs und bin glücklich über diese Meisterschaft.“

Das Saisonfinale findet bereits in zwei Wochen im Rahmen der 3-Städte-Rallye (14. bis 15. Oktober) statt.

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/drm/artikel/geipel-gewinnt-cimbern-rallye-49073/