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Technik sorgt für Strahlende Gesichter und Stirnrunzeln

Ausfall für Bodin, Wolf mit Klassensieg

NÜRBURG (sfä) Zumindest das Wetter zeigte sich beim 51. ADAC Barbarossapreis, dem achten von neun Läufen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN), von seiner trockenen Seite. Lediglich zu Beginn des Zeittrainings am Samstagmorgen war die Strecke nass, trocknete aber später ab. Nach Plan lief es zunächst für Florian Bodin im KTM X- Bow GT 4 von Teichmann Racing mit der Bestzeit 8, 53 Minuten in der der CUP X- Klasse unter drei Autos. Der Heuchelheimer konnte sich in seinem VLN Debütjahr nicht nur etablieren, sondern führt die Cup- Gesamtwertung vor seinem Partner Georg Griesemann aus Bornheim an. Den Start über vier Stunden Rennen fuhr Bodin. Nach einer Rennunterbrechung von gut einer Stunde, lieferte sich der 25- Jährige einen Kampf über zwei Runden mit seinem Teamkollegen und KTM- Werksfahrer Reinhard Kofler aus Attnang. „Ich konnte ihn zwar halten, entschied mich aber wegen einer weicher werdenden Bremse, ihn ziehen zu lassen“, meinte Bodin, der das Auto gut über seinen Turn bringen wollte. Doch es kam anders. „Im Bereich Aremberg knackte es laut hinten links und ich wusste, das irgend etwas gerade seinen Dienst quittiert hat“, beschrieb der Heuchelheimer die Situation. Im Kriechtempo schaffte er es in die Box, wo eine gebrochene hintere linke Radaufnahme festgestellt wurde. Derselbe Defekt wie beim Schwesterauto. Wegen eines verkeilten Rades war eine Reparatur nicht mehr möglich und der Tag war abgehakt. „Schade, trotz meiner persönlichen schnellsten Rennrunde von 8:47,556 Minuten. In der Meisterschaft sieht es für das Finale Ende Oktober dennoch gut aus“, nahm es Bodin gelassen. Klassensieger wurden nach 26 Runden über 4:16:22,868 Stunden Stephan Brodmerkel/Reinhard Kofler (Waldesch/Attnang).

 

Das Wochenende begann für Florian Wolf mit Feinabstimmung am BMW M 4 GT 4 von Leutheuser Racing & Events. Der Lindener bestätigte den Eindruck seines neuen Teamkollegen. Danny Brink aus Külsheim, die Hinterachse sei „nervös“. Nachdem die Achse weicher eingestellt wurde, war das Problem gelöst. Im Zeittraining am Samstagmorgen stellte Brink den M 4 auf dem zweiten Platz in der Klasse SP 8T von sieben Autos ab. Den Start fuhr der Schweizer Manuel Amweg, der die Platzierung halten und den Abstand zum Drittplatzierten vergrößern konnte. Amweg konnte auch zum Spitzenauto in der Klasse, einem Mercedes AMG GT 4 vom Black Falcon Team aufschließen und durch einen früheren Boxenstopp die Spitze übernehmen. Die Werksfahrer von Mercedes eröffneten jedoch die Attacke und konnten den Leutheuser M 4 nach dessen Boxenstopp wieder auf Rang zwei verdrängen. Wolf konnte den Vorsprung zum Drittplatzierten von 38 Sekunden auf 1, 42 Minuten vergrößern, die Lücke von rund 30 Sekunden auf den Klassenprimus aber nicht schließen. Das Blatt wendete sich jedoch schlagartig, als der Mercedes im Bereich Kallenhard wegen technischer Probleme zurückfiel und das Leutheuser- Trio die Spitze übernahm. Mit Gesamtrang 23 unter 154 Teams, 112 in Wertung, reichte es nach 26 Runden über 4:10:13,002 Stunden zum ersten Klassensieg dieses Jahr. Der Gesamtsieg ging nach 28 Runden an Maximilian Buhk/Raffaelle Marciello (Schwarzenbeck/Schweiz) im AMG Mercedes GT 3 vom Team Mann Filter.

Zwei Teams aus Gießen bei Lauf zu Deutscher Rallye Meisterschaft

Vergangenes Wochenende fand am 4. und 5. Oktober die 56. ADMV Rallye Erzgebirge statt. Beim fünften von sechs Läufen zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) sowie den ADAC Rallye Masters und dem ADAC Rallye Cup traf sich Deutschlands Rallye Elite in und um Stollberg im Erzgebirge. Mit dabei waren mit Alexander Kattenbach/Sina Hildebrandt auf einem Opel Adam Cup und Nils Hildebrandt/Giuliana Beck auf einem Citroën DS3 R1 auch zwei Teams des Auto- und Motorradclubs (AMC) Gießen.

Schon beim sogenannten Shakedown, einem letzten Test vor der eigentlichen Rallye, zeigte sich, was die nächsten zwei Tage auf die Teilnehmer zukommen würde. Teils sehr starker Regen mit nur kurzen Pausen führte zu stellenweise zentimetertiefen Wasserlöchern auf der Straße, selbst das Geradeausfahren wurde durch starkes Aquaplaning zur Rutschpartie. Die Regenfälle ließen auch am Freitag und Samstag nur selten nach und verwandelten vor allem die Schotterstücke der Wertungsprüfungen in eine Schlammschlacht. Bei diesen Bedingungen zeigten Hildebrandt/Beck am Freitagabend eine solide Vorstellung und konnten in Führung mit 28,2 Sekunden Vorsprung in der Division 6 übernachten. Am Samstagmorgen lieferten sie zwei weitere Bestzeiten und konnten die Führung ausbauen. Auf WP 6 „Gelenau 2“ allerdings drehte sich der DS3 R1 beim Anbremsen auf spiegelglatter Fahrbahn ein und rutschte in den angrenzenden Acker. Dabei grub sich das Fahrzeug so tief in die durchweichte Erde, dass sich das Team nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Obwohl am Auto nichts kaputt war, mussten die beiden letztendlich aufgeben.
Kattenbach/Hildebrandt waren am Freitagabend etwas vorsichtiger unterwegs und standen zur Übernachtung auf Platz 10 in der Division 8 (ADAC Opel Rallye Cup). Am Samstag konnten sie sich leicht steigern und errangen nach WP 8 den achten Platz. Auf dem nachfolgenden 21,4 km langen Rundkurs „Bad Schlema“ schlug dann aber der Defektteufel zu und schon am Start riss eine Antriebswelle ab. Mit deutlich vermindertem Vortrieb ließen die beiden zwei Runden aus und schleppten sich direkt ins Ziel. Zwar konnte im folgenden Service die Antriebswelle getauscht werden und Kattenbach/Hildebrandt die letzten beiden WPs unter die Räder nehmen, bekamen allerdings für die nicht eingehaltene Anzahl Runden eine fünf-Minuten-Zeitstrafe. Dennoch beendeten sie die Rallye, auch durch Ausfälle der Konkurrenz, auf einem guten siebten Platz in der Division 8 und waren im Ziel sichtlich zufrieden.
Die Gesamtwertung konnten Fabian Kreim/Tobias Braun (Škoda Auto Deutschland, Škoda Fabia R5) gewinnen, vorHermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer (Hyundai i20 R5) und Julius Tannert/Helmar Hinneberg (ADAC Sachsen e.V., Škoda Fabia R5).

Strafe, Klassensieg und Blechkontakt

NÜRBURG (sfä) Wenn etwas am Nürburgring Bestand hat, ist es das launige Eifelwetter. Mal nass, mal trocken auf der 25 Kilometer langen Kombination Kurzanbindung GP- Strecke und Nordschleife. So auch beim 59. ADAC Reinoldus- Langstreckenrennen, dem siebten von neun Läufen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Für Florian Bodin begann das Samstagstraining zunächst nach Plan. Der Heuchelheimer und sein Partner Georg Griesemann aus Bornheim wurden in der Cup X- Klasse unter drei Autos mit ihrem KTM X- Bow GT 4 von Teichmann Racing mit 8:58, 665 min. zunächst als Schnellste geführt. Weil Griesemann jedoch eine gelbe Flagge missachtete, wurde ihr KTM an das Ende ihrer Startgruppe strafversetzt. Bodin sah es gelassen: „Kann unter solchen Bedingungen schnell passieren. Die gute Ausgangslage ist zwar dahin, aber das Rennen ist lang“.

Den Start fuhr Griesemann, der sich nach drei Runden an die Klassenspitze setzen konnte. Nach zehn Runden ließ sich der Rheinländer neue Regenreifen in der Box aufziehen und übergab den X- Bow sechs Runden später an Bodin. Weil es aber trockener wurde, entschied sich der 25- Jährige drei Runden später für profillose Slicks und holte mit Gesamtrang 22 (4:09:29,780 Stunden) unter 151 Teams, 127 davon in Wertung, auch den Klassensieg. „Mit den Slicks konnte ich zuletzt angreifen und die Zeit beim Boxenstopp wieder heraus fahren. So haben wir taktisch und auch fahrerisch einen tadellosen Job gemacht“, meinte der Heuchelheimer erfreut.

In der Gesamtwertung der Cup X- Klasse führt Bodin derzeit mit 39, 99 Punkten vor seinem Partner Griesemann (38, 32) und deren Teamkollege Stephan Brodmerkel (18, 34).

Florian Wolf aus Linden teilte sich einen BMW M 4 GT 4 von Leutheuser Racing & Events mit Arne Hoffmeister aus Liebenburg und dem Schweizer Manuel Amweg. In der SP 8 T- Klasse schaffte das Trio Platz drei unter sechs Autos im Training. Hoffmeister konnte sich kurz nach dem Start auf Klassenrang zwei vorkämpfen. Bei abtrocknender Strecke ließ er jedoch auf Slicks wechseln, was sich in der nächsten Runde jedoch als falsch erwies. Nach fünf Boxenstopps und Reifenwechseln rutschte man auf Platz drei zurück und Amweg übernahm. Den Schweizer traf jedoch ein Auto hinten rechts und ein paar Minuten später gab es im Bereich Schwalbenschwanz einen Treffer hinten links. Nach weiteren zwei Runden holte man den M 4 an die Box, um sich die Schäden anzusehen. Schlussfahrer Wolf übernahm den Schlussspurt, konnte aber die 58 Sekunden Rückstand auf den britischen Ex- Formel 1 Fahrer Martin Brundle und dessen Sohn Alexander im Aston Martin Vantage AMR GT 4 auf Platz 2 in der Klasse nicht mehr gut machen. Dennoch blieb nach 4:09:24,324 Stunden Gesamtrang 43, Klassenplatz drei und das Wissen, konkurrenzfähig zu sein. Der Sieg ging nach 25 Runden über 4:03:12,888 Stunden an Dominik Baumann aus Österreich und Fabian Schiller aus Troisdorf im Mercedes AMG GT 3 vom Team Get Speed, das damit seinen ersten VLN- Triumph feiern konnte. Mit dem ADAC Barbarossapreis geht die VLN am 12. Oktober in die heiße Phase.

Bieg- Sieg bei Rallye Hinterland

Christian Sier bester heimischer Fahrer auf Platz neun, Peters/Röhrs gewinnen Sollzeitwertung, Marburger Weber/Heerklotz auf Rang vier

DAUTPHETAL (sfä) Das Kopf an Kopf- Duell zwischen Vorjahressieger Chris Gropengiesser aus Schauenburg im Mitsubishi Lancer und seinem Markenkollegen Michael Bieg aus Lindlar im Bergischen Land prägte die achte Auflage der ADAC Reifen Rallye Hinterland, veranstaltet vom MSC Salzbödetal und dem MSC Holzhausen- Hünstein. Eine gute Organisation und entsprechende Strecken sprechen im Hinterland für eine der Topadressen der sogenannten Rallye 70- Liga (70 Bestzeitkilometer). So hält man sich die Kundschaft und begeistert die Zuschauer.  Die insgesamt 124 Teams aus Hessen und den benachbarten Bundesländern hatten um das Rallyezentrum in der Hinterlandhalle Dautphetal nach dem Start um 13. 01 Uhr am Samstagnachmittag eigentlich vier verschiedene Wertungsprüfungen (WP) mit rund 70 Bestzeitkilometer zu fahren. Nach dem 5, 75 Kilometer langen Auftaktsprint Herzhausen musste der als WP 2 geplante Rundkurs Wiesenbach nach einem Unfall neutralisiert werden. Wegen des Notarzteinsatzes wurde der erste Durchgang abgebrochen, fand aber als WP 6 wie geplant statt. Danach folgten die beiden Sprints Bad Endbach (13,85 km) als WP 3 und Rodenhausen als WP 4 (4,45 km). Nach einer Pause an der Hinterlandhalle ging es für die Teams in die identische zweite Schleife. So holte die erste von sieben möglichen Tagesbestzeiten Bieg. Der Sieger der Rallye Days in Grünberg vor zwei Wochen galt neben Gropengiesser als einer Favoriten auf den Sieg. Doch der Nordhesse bot dem Westfalen die Stirn, setzte vier Bestzeiten und war seinem zweiten Sieg in Folge zum Greifen nah. Doch nach der vorletzten WP musste der Schauenburger seinen Lancer mit Kühlerschaden und knapp drei Sekunden vor Bieg abstellen und ihm kampflos den Sieg überlassen. Das Mixedteam konnte somit zwei Wochen nach Grünberg seinen zweiten Erfolg in Mittelhessen feiern. Gesamtzweite wurden Philip Schwarz/Louisa Geitz vor Dennis Rostek/Luther, beide ebenfalls Mitsubishi Lancer. Bester heimischer Fahrer wurde Christian Sier aus Dautphetal im BMW auf Gesamtrang neun unter 77 Teams, 59 davon in Wertung.  

In der Sollzeitwertung unter 32 Autos auf identischen wurden Martin und Carolin Bernhardt aus Nidda im Opel Manta B mit 1, 4 sec. Abweichung nur knapp von Meike Peters/Hans Röhrs aus Weyhe bei Bremen im VW Golf GTI und 0, 96 sec. als Sieger nur knapp geschlagen. Platz drei an Uwe und Angela Niesmann aus Schwandewede im Opel Corsa B- GSI mit 1, 44 sec. Unterschied. Mit 1, 6 sec. verfehlten Michael Weber und Anica Heerklotz aus Marburg im Audi 200 Quattro nur um einen Wimpernschlag das Siegerpodest.

 

Auszug Ergebnis Reifen Ritter Rallye Hinterland:

1. Michael Bieg/Nina Becker 42:41,0 min. 2.Philip Schwarz/Louisa Geitz 43:18,6 min. 3. Dennis Rostek/Luther, alle Mitsubishi Lancer, 43:24,6 min. 4. Kristian Postert/Björn Mann, Peugeot 207 S 2000, 43:44,4 min. 5. Tom Hettenbach/Robin Zaiß, BMW 318is 6. Steven Schug/Selina Thomas, BMW M3 4:44,4 min. 7. Gerrit Spangenberg/Andre Wenning, BMW M3 Coupe, 44:57,2 min. 8. Sebastian Lang/Meike Zettl, Ford Fiesta ST 45:03,3 min. 9. Christian Sier/Lucas Habicht, BMW, 45:03,3 min. 10. Jürgen Meier/Christian Discher, Mitsubishi Lancer Evo, 45:39,1 min …...11. Steffen Weber/Jannika Schwehn, Haiger, Honda Civic, 45:39,6 min. 15. Stefan und Michael Uhl, Lollar/Waldsolms, Ford Escort, 46:30,1 min. 16. Erik Sindermann/Matthias Pätzold, Wallau, Renault Clio RS, 46,48,6 min. 19. Sven und Patricia Bernhardt, Mücke, BMW 318is, 46,54,3 min. 30. Tobias Saffrich/Dennis Rehm, Dautphetal BMW, 48:02,3 min. 33. Marvin El Maraii/Hans Jörg Wagner, Breidenbach, Suzuki Swift Sport, 48, 47, 0 min. 39. Marcel Schnabel/Florian Klaus, Ulrichstein, BMW 318is, 49,39,9 min. 52. Lars Garten/Stefan Assmann, Pohlheim/Gladenbach, Mitsubishi Lancer Evo, 52:17,6 min. 53. Sascha Degenhardt/Sascha Schmitt, Bad Emstal/Holzhausen, BMW 318is, 52:30,9 min. 55. Alexander Oehlers/Brian Garrison, Dietzhölztal, Opel Astra, 54:10,4 min.

 

Weitere Ergebnisse Sollzeitwertung

7. Frank und Heike Schneider, Feldatal, Opel Ascona B, +1, 72 sec. 9. Timo Lampas/Harald Aßmus, Nidda, Opel Kadett C, +2, 06 sec. 12. Lars und Dirk Schneider, Feldatal, BMW 323ti compact, +2, 56 sec. 27. Ralf und Lea Garten, Linden, Renault Megane, +6, 78 sec. 29. Frank Riedel/Michael Münnich, Angelburg/Lauterbach, Opel Corsa A GSI, +2:36,37 min.

 

Heiße Phase und Historisches bei Rallye Hinterland

Start am Samstag um 13.01 Uhr an Hinterlandhalle in Dautphetal, 1. Classic Rally Car Show Hinterland, Debüt für Lars Garten im Mitsubishi

DAUTHPETAL (sfä) Mit der Reifen Rallye Hinterland findet am kommenden Wochenende einer der Klassiker der hessischen Rallyeszene statt. In der Übergangsphase von Spätsommer auf den Herbst gehen auch die Meisterschaften in ihre entscheidende Phase. So zählt die achte Auflage der Veranstaltergemeinschaft MSC Salzbödetal und MSC Holzhausen- Hünstein unter anderem zum HJS DMSB Rallye Cup. Hier liegt nach fünf von sieben Läufen hinter Spitzenreiter Jan Potthast im BMW mit 36, 62 Punkten dessen Markenkollege Bernard Moufang aus Nidda mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei. Neben der üblichen Bestzeitwertung um den Gesamtsieg, dem Retro Rallye Cup auf Sollzeit, gibt es erstmals eine Classic Car Rally Show mit einigen Fahrzeugen ohne Zeitnahme. Hier sind unter anderem Torsten Tippner und Alexander Hirth (Nidda/Schotten) im BMW M3 dabei. Die Chancen sind groß, dass es erneut zu einem Mitsubishi- Sieg kommen könnte. Neben Vorjahressieger Chris Gropengiesser aus Schauenburg, gilt auch der aktuelle Grünberg- Sieger Michael Bieg aus Lindlar im Bergischen Land zu den Topfavoriten. Sein Debüt im Allradsektor gibt Lars Garten. Der Pohlheimer steigt von seinem bisher gewohnten BMW M3 ebenfalls auf einen Mitsubishi Lancer um. Als Navigator sitzt der Gladenbacher Stefan Assmann, der in der Vergangenheit mit dem Marburger Marco Koch im Opel Kadett unterwegs war, neben Garten. Zum weiteren Kreis auf Podestplätze gelten Philip Schwarz/Louisa Geitz aus Wolfhagen, ebenfalls Mitsubishi Lancer, sowie Erik Sindermann/Matthias Pätzold aus Wallau im Renault Megane. Weitere heimische Teilnehmer sind unter anderem Norbert Schneider/Evelyn Schöppl aus Weilrod im BMW 323 ti und Maurice Moufang/Marsha Röhrich aus Nidda im BMW M3.Los geht’s für die mehr als 130 Teams am kommenden Samstag an der Hinterlandhalle in Dautphetal an der B 453 ab 13. 01 Uhr mit dem Bestzeitfeld, gefolgt von der Classic Rally Car Show und dem Retro Rallye Cup. Dann stehen in den Bereichen Holzhausen, Gladenbach, Bad Endbach und Breidenbach, neun Wertungsprüfungen (WP) auf Bestzeit an. Programmhefte mit Zeit- und WP- Plänen gibt es ab kommenden Mittwoch bei Tankstelle Autohaus Herrmann in Weidenhausen, Tankstelle Gönnern, Autohaus Sindermann Breidenstein, AVIA- Tankstelle Wallau und Raiffeisen Tankstelle Dautphetal. Infos auch unter www.rallye-hinterland.de.

Erfolgreiche „Wasserspiele“ für Bodin und Wolf in der Eifel

NÜRBURG (sfä) Eifeltypisch waren die Wetterverhältnisse beim sechsten Lauf zur Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft (VLN), dem 42. RCM/DMV Grenzlandrennen auf der Kombination Nordschleife und GP- Strecke mit einer Rundenlänge von rund 25 Kilometern. Mal nass, mal trocken, mal Slicks und dann wieder Regenreifen. Mit diesen Umständen hatten alle 147 Teams, 126 davon in Wertung, auch Florian Bodin (Heuchelheim) und Florian Wolf (Linden) zu kämpfen. Dennoch verlief das Training am Samstagmorgen relativ gut für Bodin, der den KTM X- Bow GT 4 von Teichmann Racing nach 10:34,398 Minuten als Klassenbester von drei KTM´s in der Cup- X- Klasse abstellte. „Ich konnte zwei solide Runden und den Rest des Zeittrainings nutzten wir, um das Auto den Bedingungen anzupassen“, meinte der Heuchelheimer. Den Start des vierstündigen Rennens fuhr diesmal dessen Partner Georg Griesemann (Bornheim), der den KTM nach acht Runden wieder an Bodin übergab und regelrechte „Wasserspiele“ erlebte. „Es war sehr viel Wasser auf der Straße und durch die Gischt fühlte es sich ein wenig wie Blindflug an“, beschrieb der 25- Jährige die Lage. Die Bedingungen änderten sich zwar Runde für Runde, doch Bodin nach 4:09:26,675 Stunden über 22 Runden erneut den Klassensieg und damit Gesamtrang 24 fest machen. „Damit sind wir natürlich mehr als zufrieden“, war sein erfreuliches Fazit.

Etwas anders erlebte Florian Wolf das Rennwochenende, der sich einen BMW M 4 GT 4 von Leutheuser Racing mit Arne Hoffmeister (Liebenburg) und Manuel Amweg (Schweiz) in der SP8T- Klasse teilte. „In diese Klasse mussten wir wechseln, nach dem wir feststellten, dass der Ladedruck des Turboladers nicht im Normalbereich waren. In der SP8T sind allerdings auch 20 Mehr- PS erlaubt und die Werke testen hier schon mal praktisch „Prototypen“ für die GT4- Einstufung in 2020 zu tun, und mit Werksfahrern“, beschrieb Wolf die neue Situation und auch Herausforderung. Durchgereicht wurde das Trio nach 10:46,447 Minuten mit Platz vier von acht Autos im Samstagstraining jedenfalls nicht. „Wir hatten anfangs mit Untersteuern zu kämpfen, was mit 460 PS an der Hinterachse im Nassen nicht einfach machte. Darauf mussten wur uns erst mal einstellen“, analysierte Wolf seine ersten Eindrücke. Startfahrer Hoffmeister hielt sich  aus allen Zweikämpfen heraus und konnte den M4 auf Rang drei halten. Zwischenzeitlich lag man sogar auf Platz zwei. Die Mitstreiter von Schubert Motorsport hatten jedoch einen besseren Zeitpunkt zum Boxenstopp erwischt und der Leutheuser M4 lag wieder auf Platz drei. In der Schlussphase war wieder Wolf am Steuer, der es mit viel Wasser zu tun bekam. „Abschnitte, die im trockenen mit 200 km/h passen, ging teils kaum Tempo 100“, meinte Wolf. Eine Angriff auf den Zweitplatzierten machte keinen Sinn und man wurde 4:10:56,454 Stunden und 23 Runden als Klassendritter und 26. in der Gesamtwertung abgewunken. Eine Klassenplatzierung, die sich angesichts der starken Konkurrenz ein wenig wie ein kleiner Sieg angefühlt haben muss. „Wir sind natürlich überglücklich und haben als Privatteam ein Ausrufezeichen gegenüber den Werksteams gesetzt“, freute sich Wolf, ebenso wie Patrick Assenheimer. Der Heilbronner konnte zusammen mit Partner Manuel Metzger (Schweiz)  im Black Falcon Mercedes AMG GT3 nach 4:06:42,263 Stunden zum dritten Mal in Folge einen VLN- Lauf gewinnen konnte. Das gelang zuletzt Chris Mamerow und Dirk Werner im Jahr 2008. Der nächste VLN- Lauf findet am 28. September mit dem 59. ADAC Reinoldus- Langstreckenrennen statt.    

Mitsubishi- Dreifachsieg bei Rallye Days Grünberg

Sieg für Bieg/Becker, Leschhorn mit Klassensieg auf Platz 5

GRÜNBERG (sfä) Es lässt sich ohne Übertreibung behaupten, dass sich der AMC Grünberg mit seinen Rallye Days, unter anderem als Lauf zum DMSB Rallyepokal Region Süd, in der Szene etabliert hat. Die Grünberger haben ihre Hausaufgaben gemacht, fällt schon mal als Anerkennung. Das Rallyezentrum befand sich in der Mehrzweckhalle Queckborn, von wo aus es zunächst zum Showstart auf den Grünberger Marktplatz ging. Danach ging es dann zur Sache auf den insgesamt acht Wertungsprüfungen (WP) über 70 Bestzeitkilometer. Vor dem Bestzeitenfeld heizten Michael Gerber und Ronald Leschhorn mit ihren Toyota Corolla WRC als ungezeitete Vorwagen den Zuschauern schon mal akustisch und optisch ein. Als WP´s hatten die 73 Teams, 44 davon in Wertung, „APC Bender“ (Harbach- Queckborn- Münster), „Novo Terra“ (Stangenrod- Grünberg- Lehnheim) „APC Bender“ Rundkurs Harbach- Queckborn und „Stehr Special“ (Feldatal- Stumpertenrod) zu fahren. Nur bedingt bestand diesmal eine realistische Chance auf den Gesamtsieg aus mittelhessischer Sicht gegenüber dem Vorjahr mit Reiner Hahn aus Lich. Nico Leschhorn/Jara Hain aus Hungen von Romo Motorsport konnten im Peugeot 208 R2 den Gesamtsiegern Michael Bieg/Nina Becker von der RG Oberberg im Mitsubishi Lancer (43:51,30 min.) zwar nicht wirklich Paroli bieten, wurden aber mit Gesamtrang fünf (46:03,10 min.) und dem Klassensieg bestes heimisches Team. Den Mitsubishi- Erfolg an der Spitze machten Philip Schwarz/Louisa Geitz vom MSC Emstal (44:02,20 min.) auf Platz zwei und Hartmut Beckmann/Dominic Kremkau vom MSC Fulda (45:18,70 min.) perfekt. Vom gastgebenden AMC Grünberg wurden Sven und Patricia Bernhardt im BMW 318is erfreuliche 16. im Gesamt (48:49,50 min.) und Norbert Schneider/Evelyn Schöppl vom Taunus Racing Team aus Weilrod kamen im BMW 323ti als 27. in Ziel (49:30,90 min.).

Der Sieg unter 14 Teams in der Retrowertung auf Sollzeit ging Martin und Carolin Bernhardt aus Nidda im Opel Manta B (+1,19 sec.)

 

Knatterndes Kulturgut

Schotten (sfä) Es wäre übertrieben zu behaupten, dass das dritte August- Wochenende Schotten aus seinem Dornröschenschlaf erwecken würde. Dennoch wurde die Stadt während der 31. Auflage des ADAC/VFV Schottenring Classic- GP in einen gewissen Ausnahmezustand versetzt, was auch den Durchgangsverkehr betraf. So wurde die von Friedberg kommende B 455 kurz nach dem Schottener Ortseingang bis zur wenige hundert Meter entfernten sogenannten Postkurve voll gesperrt. So konnten sich die Akteure auf zwei und drei Rädern praktisch ungestört auf ihrer „Spielwiese“, dem 1, 4 Kilometer langen Stadtrundkurs mit der Seestraße, bewegen. Dem einzigen seiner Art in Deutschland übrigens. Ansonsten finden die Läufe zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft (DHM), zu der auch Schotten zählt, auf permanenten Rennstrecken wie dem Nürburgring statt. Nach dem Bergpreis Ende April geht es für den verantwortlichen MSC Rund um Schotten um dessen Chef Wolfgang Wagner- Sachs praktisch nahtlos weiter mit der Vorbereitung des Classic- GP. Der Streckenaufbau dauert eine Woche, wobei auch die genau 5005 Strohballen bewegt und auch postiert werden wollen. Insgesamt eine Mammutaufgabe, die auch die MSC´ler nicht ohne Hilfe von außen bewältigen können. Wenn dann mancher Zuschauer mit verträumten die stolzen Biker betrachtet, hat sich der Aufwand mal wieder gelohnt. Leuchtende und auch manch feuchte Augen gab es am Freitagabend bei Fahrerpräsentation. Die fand erstmals direkt vor dem MSC- Clubhaus in der Seestraße statt. Sowohl Wagner- Sachs als auch Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab waren beeindruckt von der Resonanz der Zuschauer und Aktiven. Im Mittelpunkt standen natürlich die Fahrer mit ihren Maschinen, wie z. B. König Kneeler, Baker Yamaha F1, Moto Guzzi, Maico, Kreidler und MZ.

Die mehr als 250 Teilnehmer in den  verschiedenen historischen Klassen absolvierten am Samstag ihre Trainingsläufe und Sonntag ihre Wertungsläufe  auf Sollzeit bei weitgehend idealen Bedingungen. An spektakulären Fahrmanövern mangelte es zur Freude der 8000 Zuschauer an beiden Tagen nicht, wobei es zu keinen größeren Zwischenfällen kam

 

Historisches in Reihe

Eine kleine Gruppe ehemaliger Rennfahrer, die aus Altersgründen immer weniger werden, präsentierte sich im Fahrerlager mit historischen Rennmaschinen. Um das Image zu bewahren, soll es der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden. „Was man hier sieht, wird so nicht wieder kommen“, meinte Mitinitiator Kurt Florin. Der Mann aus der Nähe von Kiel war mit seinen Sportskameraden Reinhard Biller, Kenny Hink und Ingo Emmerich Zum Grand- Prix gekommen. Es gebe auch den Punkt, wo man einen Schlussstrich ziehen solle um dann zu sagen, es ist gut, meinte Florin. Mehrere hundert tausend Euro seien die Rennmaschinen Wert, die allesamt auf europäischen Rennstrecken bewegt wurden und auch in Schotten zum Einsatz kamen. „Wollen den Zuschauern mal zeigen, was es früher gegeben hat“, meinte Florin, der sich bei Timo Neumann für den guten Standort bedankte.

 

Guter Ton

Kein Grand- Prix ohne Lautsprecher. Für die entsprechende Beschallung sorgte Radio Betz aus Kefenrod. Insgesamt habe man knapp 100 Lautsprecher in stalliert, 70 davon an der Strecke, meinte Chef Tristan Betz. Die Kefenroder sind neben dem Grand- Prix auch im Motocross als Beschaller aktiv.

 

Präsentation

Nicht zu übersehen war der BMW Showtruck neben dem Clubhaus, der zum ersten Mal beim Grand- Prix dabei war. Der Sattelschlepper tourt von Mitte Mai bis Ende September durch die Republik und bietet z. B. Probefahrten, einen Fahrsimulator, Schrauberkurs und eine Stuntshow an.

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