Veranstaltungen

 

Gefühl am Gasgriff ist gefragt

SCHOTTEN (sfä) Eine der Grundlagen für eine mögliche Karriere im Motorradsport ist der sichere Umgang mit dem eigenen Gefährt bereits in jungen Jahren. Dazu besteht am Sonntag 27. Mai in der Schottener Seestraße die Möglichkeit. Im Bereich seines Clubhauses veranstaltet der MSC Rund um Schotten zusammen mit dem OAMC Reinheim ein Doppelmotorradturnier. Hier zählt weder Bestzeit noch Sollzeit, sondern einzig die möglichst fehlerfreie Bewältigung des Parcours. Geschicklichkeit und das richtige Händchen führen zum Erfolg in den verschiedenen Klassen. Ab 8 Uhr darf für sieben Euro Startgebühr genannt werden. Der Start erfolgt um 9 Uhr, Ende der Veranstaltung ist gegen 16 Uhr. Weitere Infos unter www.oamc-reinheim.de oder bei Mike Bernius unter 0170/91 999 11 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. und 0160/358 0083. Für Verpflegung ist gesorgt. Weitere Infos unter www.oamc-reinheim.de    

„Haben gezeigt was wir können“

Nach Motorproblem Mittelfeldplatzierung für Jung/Wolf beim 24h- Rennen

NÜRBURG (sfä) Nicht ganz nach Plan verlief für Florian Wolf aus Linden und Nils Jung aus Buseck das 46. ADAC Zurich 24h- Rennen auf dem Nürburgring. Bei zunächst optimalen Wetterbedingungen am Samstag verfolgten mehr als 200 000 Zuschauer das Geschehen der 150 Teams entlang des 25, 378 Kilometer langen Traditionskurses mit GP- Strecke und Nordschleife in der Eifel. Die beiden Mittelhessen wechselten sich am Steuer des KTM X Bow von Isert Motorsport mit ihren Teamkollegen Arne Hoffmeister aus Mainleus und Robert Schröder aus Berlin ab. Bester Laune war das Quartett für den am Samstag um 15. 30 Uhr startenden Marathon. Grundlage dafür war eine perfekte Runde mit 8:54 Minuten, die Hoffmeister am Freitag im Qualifying als Poleposition für die zweite Startgruppe reichte.

 

Der Mainleuser übernahm den Start, musste die Pole zwar an einen Porsche abgeben, war aber dennoch schneller als die beiden Schwester- KTM´s von Isert mit Ferdinand und Johannes Stuck aus München, Volker Strycek aus Dehrn und Max Friedhoff aus Bonn, sowie dem „Damen- Quartett“ Naomi Schiff aus Laufen, Laura Kraihamer aus Österreich, Lena Strycek aus Dehrn und Rahel Frey aus der Schweiz. Nach etwa 90 Minuten übergab Hoffmeister an Wolf, der nach seiner ersten Runde mit Rauchbildung in die Box kam. Ursache war ein Motorschaden, der einen Ölwannenwechsel zur Folge hatte. Nach zwei Stunden Reparaturzeit ging der KTM mit Schröder am Steuer wieder auf die Strecke und gab nach einigen Runden Entwarnung. Der X Bow lief ohne Probleme und konnte bis vier Uhr morgens einige Plätze gut machen, als kräftiger Regen Nils Jung zum Reifenwechsel in die Box zwang. Danach übernahm Florian Wolf, der fehlerfrei blieb und einen weiteren Turn fahren durfte. Die Rundenzeiten waren zwar besser als bei den Schwester- Autos, aber der Abstand recht groß. Nachdem am Morgen neben Regen auch Nebel über die Strecke zog, kam es zur Rennunterbrechung. Gegen 13. 45 Uhr wurde erneut gestartet, Hoffmeister übernahm den Endspurt und platzierte den KTM nach 24:00:10,014 Stunden über 109 Runden auf Gesamtrang 72 von 150 Autos, 106 davon in Wertung, und Klassenrang drei. „Wir haben gezeigt was wir können. Wer weiß was wir ohne unseren Schaden hätten erreichen können. Wir können in unserer Klasse Top- Rundenzeiten fahren und somit zeigen, dass auch im nächsten Jahr mit uns zu rechnen ist“, zog Florian Wolf ein positives Fazit. Klassensieger wurde der Stuck- KTM nach 23:57:19,611 Stunden und 122 Runden.

Der Gesamtsieg beim Eifelklassiker ging nach 135 Runden über 24:00:09,10 Stunden im Porsche 911 GT3 R an Manthey Racing aus dem nahegelegenen Meuspath mit Richard Lietz/Patrick Pilet/Fred Mackowiecki/Nick Tandy (Österreich/Frankreich/Frankreich/Großbritannien).

Bunte Bühne Motorsport Folge 33

Von Heiko Schäfer

 

Das Motorsportjahr in heimischen Gefilden begann in dieser Saison mit drei Absagen. Bereits im November letzten Jahres wurde die für April geplante ADAC Hessen Rallye Vogelsberg als zweiter Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft abgesagt. Als Grund nannte der verantwortliche Automobilclub Schlitz die hohen Anforderungen bezüglich der Organisation, denen man nicht mehr gerecht werden könne. Hessen größte Motorsportveranstaltung wurde abgesagt. Ausgerechnet zum 50- Jährigen Rallyejubiläum dieses Jahr in Osthessen. Scheinbar unüberwindbare Differenzen hinter den Kulissen machten den sportlichen Wert in einer Region zunichte, für die jede Veranstaltung wichtig ist. Die Absage in Schlitz ist jedoch nicht das erste Mal in der Geschichte der von den Fans als „Hessen“ benannten Veranstaltung der deutschen Rallyetopliga. In den 90er Jahren machte der Klassiker bereits eine Zwangspause, bis Anfang des neuen Jahrtausends der Vogelsberg mit Schlitz in den Blickpunkt rückte. Man darf gespannt sein, ob und wann es wieder einen Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft auf hessischem Boden gibt. 

Die nächste Absage gab es zu Saisonbeginn mit dem Lahn- Dill Rallyesprint des Rallyefunk Lahn- Dill. Zu dessen 10- Jährigem Jubiläum sollte am 23. Juni im Bereich der Gemeinde Dietzhölztal gefahren werden. Daraus wird nichts. Als Grund wurden Genehmigungsprobleme genannt. Seit dem Aus der Rallye Lahn- Dill Ende der achtziger Jahre ist und bleibt der Lahn- Dill Kreis bis auf weiteres nicht nur im Rallyesektor ein weißer Fleck in Mittelhessen

Die dritte Absage des Jahres betraf die Zweiradfraktion, die allerdings entschädigt wird. Am Mittwoch vor Ostern gab der AMC Langgöns bekannt, dass es kein Oster- Motocross als Auftakt zum ADAC Motocross Hessen- Thüringen gibt. Die Strecke sei aufgrund des Dauerbodenfrosts unbefahrbar, gab AMC- Chef Andre Seipp als Grund an. Insbesondere Motocrosser gelten zwar als harte Jungs, doch es hat eben alles seine Grenzen. Je schlechter die Streckenverhältnisse sind, umso mehr wird es zu einer Art Überlebenskampf und hat mit Chancengleichheit kaum noch zu tun. Die Verhältnisse sind zwar auch im Offroadsport nicht immer gleich, doch es sollte sich in Grenzen halten. Insbesondere die Nachwuchsklassen leiden darunter und das Unfallrisiko steigt. Insofern war die Absage richtig, auch wenn es nicht allen gefallen haben dürfte. Die Verantwortung liegt aber beim AMC Langgöns, der für Fans und Fahrer am 11. und 12. August einen Ersatztermin für sein Motocross angesetzt hat. Dabei dürfte der Begriff Oster- Motocross wohl eine untergeordnete Rolle spielen.

 

Von Ausfällen und Ausnahmen

 

Nur eine Woche nach Ostern stand die Startampel beim Auftakt zum Motocross- Hessencup in Wolfshausen auf grün. Der AMC Rodheim- Bieber veranstaltete erstmals eine Motocross- Veranstaltung in Eigenregie, wenn auch auf dem Gelände des MSV Lahnberge. Unter besten Bedingungen lieferten sich deutlich mehr als 200 Fahrer in 20 Klassen Positionskämpfe um vordere Plätze. Eine organisatorische Meisterleistung, obwohl nicht alle Klassen voll besetzt waren. Wenige Starter waren in den Classic und Veteranen- Klassen dabei, was den sportlichen Wert in Frage stellt. Dennoch konnte sich der AMC über ein volles Haus und beste Wetterbedingungen freuen.

So erging es Ende April auch dem veranstaltenden MSC Rund um Schotten beim 15. ADAC Bergpreis Schottenring, der seit jeher sein Basislager im Stadtteil Rudingshain oberhalb der Rennstadt beherbergt. Dazu ausnahmsweise ideales Wetter, wobei man in Schotten in der Vergangenheit durchaus schon mit Wetterkapriolen wie Schneefall zu tun hatte. Das kleine und ansonsten idyllische Vogelsbergdörfchen hat für drei Tage eine derart hohe Dichte an Renn- Tourenwagen wie das neue Fahrerlager am Nürburgring und arrangiert sich mit dem Ausnahmezustand. Im Gegensatz zur Eifel, in der solche Bedingungen üblich sind, existieren in Rudingshain aber weder feste Boxenanlagen, noch großvolumige Absperrungen. Die deutsche Bergelite gibt sich offen zugänglich für jedermann und jederfrau. Sprichwörtlich Motorsport zum Anfassen wird hier gelebt und das mögen die vielen Fans. Lediglich bei der beliebten Frage nach der Motorleistung gibt man sich schon mal einsilbig, was allerdings nicht neu ist. Bei der ersten Auflage des mittlerweile hessischen Klassikers gewann noch ein Vespafahrer die damalige Sollzeitwertung. Seit 2013 zählt die reine Bestzeit, wobei es nach wie vor auch eine Sollzeitwertung gibt. Die leistungsstärksten Tourenwagen aus dem Hause Lancia, Opel und Porsche liegen zwischen 500 und gut 900 PS. Ohne Übertreibung zählt der Bergpreis damit zu den anspruchsvollsten Motorsportveranstaltungen in Hessen. Wohl nirgendwo wird schneller gefahren bei noch weniger Platz. Fast jeder Fehler führt unweigerlich zum Aus auf der drei Kilometer langen Strecke von Rudingshain, die Serpentinen, die Poppenstruth Richtung Götzen. Das bekam auch Stefan Bodin aus Ober- Mörlen als mittelhessische Speerspitze zu spüren, der in einer Serpentine zu früh aufs Gas stieg, den Turbo damit zum Einsatz brachte und seinen Porsche 944 GTR unfreiwillig in die Leitplanke und damit ins aus drängte. Mehr Glück hatte Rallyeass Maurice Moufang aus Schotten, der im BMW M3 Gesamtrang 17 vom Vorjahr bestätigen konnte, zweiter in seiner Klasse und bester heimischer Fahrer wurde.

Ein Fahrer brachte die Schwierigkeit des Bergpreises auf den Punkt. Man kommt in vollem Tempo auf eine Kurve zu, bremst, schaltet, lenkt ein, Gibt Gas und hofft auf die nötige Haftung. So erging es wohl Herbert Pregartner, der sich mit seinem Porsche 911 GT 2 R zum zweiten Mal nach 2016 in die Siegerliste im Vogelsberg eintragen ließ. Zudem markierte der Österreicher mit einer knackigen Bestzeit von 1:16,113 Minuten den neuen Streckenrekord. Ob diese Zeit nächstes Jahr eingestellt wird, oder ein Wert für die Ewigkeit darstellt, ist ungewiss und gewissermaßen nebensächlich. Gewinner des letzten April- Wochenendes, das ohne größere Zwischenfälle verlief, sind alle Beteiligten in der über 90- Jährigen wechselvollen Geschichte des legendären Schottenrings.

Während manche Fahrer auf langjährige Erfolge zurück blicken können, stehen andere erst am Anfang einer möglichen Karriere. Andre Reuter fuhr Mitte April sein erstes Rennen im Rahmen der sogenannten GLP-pro- Serie in Hockenheim. Der 17- Jährige Spross von Ex- Bergass Christian Reuter wurde im BMW 318is als 19. von immerhin 35 Autos gewertet. Kein Rennfahrer will zwar letzter sein, doch das Ergebnis war mehr zweitrangig. Lernen stand im Vordergrund und der Spaß kam auch nicht zu kurz beim jungen Gießener, der unbedingt sein nächstes Rennen bestreiten will. An der Zukunft des Motorsports in Mittelhessen wird also gearbeitet, ob auf oder neben der Strecke.

„Bin einfach nur enttäuscht“

Aus für Sebastian Wolf bei Rallye Sulingen

SULINGEN (sfä) Trotz Dunkelheit schien an Freitagabend für Sebastian Wolf aus Lich im Etappenziel der Rallye Sulingen in Niedersachsen, dem zweiten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft und ADAC Rallye Masters praktisch die Sonne. Nach drei WP´s über 30 Kilometer lag er mit Beifahrer Andreas Luther aus Eisenach im Mitsubishi Lancer auf dem 15. Gesamtrang (+2:21,3 min.) von 72 Startern, 50 davon in Wertung. Als Etappensieger begaben sich Dominik Dinkel/Christina Kohl im Skoda Fabia nach 20:10,6 min. zur Nachtruhe.

Weiter zehn WP´s standen am Samstag auf dem Programm. Im ersten Durchgang auf dem als schwierig zu fahrenden winkligen IVG- Gelände kam das böse Erwachen für Wolf mit Zündaussetzern und Leistungsverlust am Mitsubishi. „Im folgenden Service haben wir alle möglichen Teile ausgewechselt, aber ohne Erfolg. Wir mussten aufgeben und ich bin einfach nur enttäuscht. Bei der Sachsen- Rallye in drei Wochen folgt der nächste Angriff“, meinte der Licher. Bester Mittelhesse wurde der Gießener Sebastian von Gartzen mit Co Hans- Peter Loth aus Frankfurt im Ford Fiesta R5 auf Gesamtrang neun (8:50,8 min.). Platz 38 (+21:46,1 min.)  und Rang 6 in der Division belegten Kai Günther/Sina Hildebrandt (Gießen) im Citroen DS3. Das Mixedteam fing sich nach einem Ausrutscher auf dem IVG- Gelände einen Reifenschaden und Probleme mit der Bremse ein, was viel Zeit kostete. Im Service konnte der Schaden wieder gerichtet werden und bis ins Ziel hatte das Citroen- Duo keine Zwischenfälle mehr. Der Gesamtsieg ging nach 1:32:35,6 Stunden an Dinkel/Kohl.

„Fortsetzung erwünscht“

Renndebüt mit Platz 19 für Andre Reuter in Hockenheim

HOCKENHEIM (sfä) Sein Renndebüt erlebte Andre Reuter am Wochenende in der glp pro- Serie in Hockenheim beim Preis der Stadt Stuttgart. Sein Vater, der ehemalige Slalom- und Bergspezialist Christian Reuter blieb immer der Marke BMW treu. So, sammelte der 17- Jährige Gießener seine ersten Erfahrungen auf dem relativ günstigen Einstiegsmodell BMW 318is, optimal vorbereitet in der Reuter´schen Werkstatt. Im 60 Fahrzeuge starken Feld galt es zunächst die Übersicht zu behalten und sich nicht provozieren zu lassen. Mit Hilfe des Boxenfunks gelangen Verbesserungen und Reuter jr. konnte ohne Unterbrechung alle Trainings- und Qualis durch fahren. Im Rennen am Sonntag reichte es trotz teils dichten Verkehrs zum respektablen 19. Platz unter 35 Autos, wobei bei freier Fahrt ein Topten- Platz möglich gewesen wäre. Dabei war Andre Reuter´s Fazit eindeutig: „Wann ist das nächste Rennen?“ Tourenwagensieger wurde Ulf Peter Jongholt im Ford Escort.

Belgien- Sieg für Florian Bodin

SPA (sfä) Eine Woche nach seinem Triumph beim Lauf zur Deutschen Slalom Meisterschaft in Oschersleben holte Florian Bodin beim zweiten Lauf des BMW 318 ti- Cup in Spa- Francorchamps seinen nächsten Sieg. Während es in der Magdeburger Börde einzig ein Kampf gegen die Uhr war, lieaferte sich der Heuchelheimer auf der belgischen GP- Strecke vom Start weg über eine Stunde Rad- an Rad- Duelle mit seinen Cupkollegen Florian Sternkopf und dem Amerikaner August Macbeth. „Taktisch bin ich zwei Runden länger gefahren und habe nach 70 Minuten an meinen Partner Ioannis Smyrlis übergeben“, meinte Bodin. Mit zehn Sekunden Vorsprung übernahm der Frankfurter und konnte den Sieg in den Ardennen nach zwei Stunden Renndauer perfekt machen.

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