Kalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
Datum : Freitag, 20. August 2021
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

 

Like

 

Rallye Sulingen: Neuanlauf in der Saison 2022

Insgesamt drei Mal fiel die geplante 33. Rallye Sulingen nun der COVID19-Pandemie zum Opfer. Im nächsten Jahr soll es endlich klappen.

Nach den beiden Absagen in 2020 folgte im Mai 2021 die dritte Absage in Folge. Das Team rund um Rallyeleiter Michael Thiesing entschied sich im Mai diesen Jahres dazu, auch keinen Ersatztermin 2021 zu benennen. Die angespannte Lage sei für den bevorstehenden Herbst immer noch sehr ungewiss.

„Zudem ist es schwierig, für diesen Herbst ein freies Wochenende zu finden. Viele Veranstalter haben ihre Rallye bereits in das letzte Drittel des Jahres gelegt. Auch die größeren Teams bekommen logistische Probleme, um den Fahrern ein Fahrzeug, Ingenieure und Mechaniker zur Verfügung zu stellen. Wir haben uns für eine Neuauflage im Mai 2022 entschieden“, erklärt Thiesing.

Ab September wird das Orga-Team mit den Vorbereitungen der nächsten Ausgabe beginnen. „Wir hoffen wirklich, dass unsere Rallye im Mai 2022 wie geplant stattfinden kann und wir hoffen, dass wir dieses Spektakel mit vielen Fans und Zuschauern entlang der Strecken feiern können“, so Organisationsleiter Roland Schulz abschließend.

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/drm/artikel/rallye-sulingen-neuanlauf-in-der-saison-2022-46920/

 

Nach Änderung im Reglement: Elektro-Skoda startet nicht

Bei der kommenden Hartbergerland Rallye wird Raimund Baumschlager und sein Skoda Kreisel RE-X1 nicht am Start sein. Hintergrund ist eine Änderung am Reglement.

Aufregung bei BRR und Kreisel. Anders als ursprünglich festgelegt und im Gegensatz zur Rallye Weiz ist laut Sportkommissariat, ein Aufladen der Batterien des Skoda Kreisel RE-X1 während des Regrouping und im Parc fermé plötzlich untersagt.

Eine Auslegung des Reglements, die für das Team völlig unerwartet kommt, wurden doch die Parameter für die Teilnahme des vollelektrischen Rallyeautos vor Saisonbeginn von der Sportbehörde festgelegt. Und diese beinhalteten auch die Möglichkeit des Ladens an vorgegebenen Ladepunkten.

Weil es in der Kürze der Zeit unmöglich ist, auf die neuen Begebenheiten zu reagieren, ist ein Start des Skoda Kreisel RE-X1 bei der Hartbergerland Rallye nicht möglich.

„Wir möchten dieses Thema auf sachlicher Basis in ruhigem Umfeld mit allen Beteiligten der AMF und der Rallyekommission nach der Hartbergerland Rallye behandeln. Um aus besagten Gründen nicht gleich mit negativen Vorzeichen zur Rallye anreisen zu müssen, werden wir unsere Nennung in Hartberg zurückziehen und auf eine Teilnahme verzichten“, so Philipp Kreisel, Geschäftsführer von Kreisel Electric.

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/int/artikel/nach-aenderung-im-reglement-elektro-skoda-startet-nicht-46900/

 

HJS DMSB RALLYE CUP: HERAUSFORDERNDE MYSTIK IM NORDEN

Kompakter kann man eine Rallye kaum gestalten: Die 30. Ausgabe der ADAC-Rallye „Butten un‘ Binnen“ umfasst gerade einmal 66,52 Gesamt-Kilometer bei einer Länge der Wertungsprüfungen von 60,96 Kilometern. Die Veranstaltergemeinschaft des AMC Asendorf und des AC Verden nutzen für den zweiten Lauf im HJS DMSB Rallye Cup der Region Nord dazu das sogenannte ‚IVG-Gelände‘, ein ehemaliges Militär-Areal.

Verschlungene Asphaltwege, eine Kurve sieht aus wie die andere, es gibt kaum Orientierungspunkte, selbst bei absoluter Trockenheit sorgt der dichte Wald für Rutsch-Effekte: Das IVG-Gelände ist eine der Rallye-Herausforderungen schlechthin. Die scharfen Bordsteinkanten verzeihen keinen Fahrfehler, die unzähligen Reifenschäden ließen schon viele Hoffnungen zerplatzen. Hier kann aber mit einer schnellen und sauberen Fahrt auch der Grundstein zum späteren Sieg gelegt werden. Das stattliche Starterfeld mit 85 genannten Teams geht mit großem Respekt auf die Prüfungen, sie verbindet eine wahre Hass-Liebe mit dem IVG-Gelände. Dieses Areal wird während des Jahres fast nur für zwei Rallye-Veranstaltungen genutzt. Die Asphaltwege sind – da sie so selten befahren werden – voll Laub und Schlamm. Auch diesmal musste der Veranstalter mit 15 Personen und vier Traktoren dafür sorgen, dass der Asphalt auf den Wegen wieder zum Vorschein kommt. „Der Wald ist auf links gedreht, die Wege sind quasi komplett gefegt“, beschreibt Organisations-Mitglied Hartmut Falldorf den immensen Arbeitseinsatz.

 

DER MORBIDE CHARME DES VERFALLS: RALLYE IM IVG-GELÄNDE.

„Es ist sehr mystisch, an diesen alten und teilweise zerstörten Gebäuden vorbeizufahren,“ beschreibt Dennis Rostek die besondere Atmosphäre. Die früheren Militärbauten zerfallen zusehends und die Natur erobert sie sich zurück. Sie bilden die einmalige Kulisse der Hatz um die Sekunden auf den engen Asphalt-Sträßchen. Die vom Veranstalter gefegten Wege bieten dennoch ein gehöriges Rutsch-Potential. „Hoffentlich hat der Veranstalter viele Vorauswagen, damit für uns die Ideallinie etwas frei gefahren wird“, spekuliert Rostek, der gemeinsam mit Co Michael Wenzel im VW Polo R5 das Teilnehmerfeld anführt. „Aber einer muss der Erste sein und ich freue mich riesig auf mein zweites Heimspiel.“ Erster Verfolger ist Michael Bieg mit Lea Klein im Mitsubishi Lancer. Bieg ist ein intimer Kenner des ‚Irrgartens‘ in der grünen Hölle des Nordens. 2020 wurde er Zweiter der Gesamtwertung, die beiden Jahre zuvor stand er ganz oben in der Ergebnisliste.

 

HJS DMSB RALLYE CUP: YOUNGSTER BERNARD MOUFANG WILL GESAMTFÜHRUNG VERTEIDIGEN.

Die Besonderheit der Aufgabenstellung erweitert den Reigen der Favoriten. Aus der Mitsubishi-Armada mit Schütte / David, Christ / Krajewski, Beckmann / Jordan, Müller / Bettge oder den Altmeistern Petersen / Krabbenhöft ist jeder für eine Überraschung gut. Da im verwinkelten IVG-Gelände nicht zwingend das Maximum an Leistung gefragt ist, sind auch die schnellen Fronttriebler wie Knacker / Kremer, die Vorjahres-Vierten Lembke / Bemmann (beide Opel Adam R2), Keil / Fritzensmeier, Stephanie Zorn / Puls (beide Citroën DS3 R3T) oder Souvigné / Felke (Renault Clio R3) in der Lage in die Spitze zu fahren. Mit 18 Teilnehmern ist die Klasse NC3 erneut am stärksten besetzt. Hier ein gutes Resultat einzufahren, bedeutet gleichzeitig auch viele Cup-Punkte. Als Tabellenleader reisen die Nordhessen Bernard Moufang / Lena Sophie Tippner in ihrem BMW 320i an. Moufang, der gleichzeitig auch die Junior-Wertung anführt, sicherte sich hier im letzten Jahr den achten Gesamtrang. „Die IVG-Prüfungen sind ein Highlight der Saison aber auch eine Herausforderung, hier gibt es keinen Platz für Fehler“, freut sich Moufang auf den Klassen-Vergleich. Hinter den Lokalmatadoren Rathkamp / Knacker im Ford Fiesta ST warten hier auch seine nordhessischen Kollegen Maurice Naumann (Honda Civic), Christian Sier (BMW 320i) und Sebastian Lang im Ford Fiesta ST auf den Sekundenkampf.

Quelle: https://www.motorsport-xl.de/news/2021/HJS-Rallye/HJS-DMSB-Rallye-Cup-Herausfordernde-Mystik-im-Norden-42864.html

Neustart in Thüringen

Nach einer dreijährigen Pause kehrt die Thüringen-Rallye am 14. August wieder zurück. Rund um das Rallyezentrum an der Shedhalle in Pößneck findet die Veranstaltung erstmals als Rallye 70 statt.

Die Thüringen-Rallye hat ihr Gesicht verändert. Erstmals findet sie als "Rallye 70" statt und ist eine Ein-Tages-Veranstaltung mit 65 WP-Kilometern und 195 Gesamt-Kilometern. Auch am Start- und Ziel-Ort herrschen kurze Wege: Abnahmen, Trailer-Parkplatz, Fahrerlager, Startpark, Reifenwechsel- und Tankzonen werden alle in Pößneck stationiert sein. Die Abnahmen und Streckenbesichtigung werden bereits am Freitag möglich.

Am Samstag dann starten die Teams ab 12:30 Uhr auf drei unterschiedliche Wertungsprüfungen, die jeweils doppelt gefahren werden, darunter ein 13 km langer Rundkurs, sowie zwei Start-Ziel-Prüfungen, mit schneller und anspruchsvoller Charakteristik, auf 100% Asphalt. Um 17:45 Uhr werden die Teilnehmer zurück in Pößneck erwartet, wo die Siegerehrung an der Zielrampe erfolgen soll.

Orga-Leiter Marcus Thalmann ist guter Dinge, dass die Thüringen Rallye in diesem Jahr ihre Rückkehr auf die Straße schafft. Die Streckengenehmigungen der Städte und Gemeinden liegen bereits vor. Einzige Kröte, die der Veranstalter wohl schlucken muss: Auf Grund der derzeitigen Corona-Lage muss die Rallye in diesem Jahr voraussichtlich weitestgehend ohne Zuschauer stattfinden.

Die Nennlisten sind ab sofort geöffnet. Noch bis 20. Juli können die Teams zu vergünstigtem Startgeld nennen. Alle aktuellen Informationen stellt der Veranstalter auf www.thueringen-rallye.com online

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/nat/artikel/neustart-in-thueringen-46822/

 

Roland-Rallye doch noch auf 2022 verschoben

Corona ist dieses Mal nicht schuld. Wegen diverser Probleme musste die für Ende Juli geplante Roland-Rallye ins nächste Jahr verschoben werden.

Erstens kommt es anders zweitens als man denkt. Nicht wegen Corona-Einschränkungen muss die Roland-Rallye erneut verschoben werden, sondern wegen fehlender Wertungsprüfungen.

Wie der Veranstalter bekannt gab, kam es wegen eines abgerutschten Hangs im Bereich der Prüfung durch das sogenannte Gehege zu einer Sperrung. Ein weiteres Problem besteht auf dem Rundkurs ‚Apostelbrücke‘.

Doch der größte Knackpunkt war die Erntezeit. „Da wir nicht aus der Landwirtschaft sind, haben wir aber das Hauptproblem übersehen“, gaben die Organisatoren zu. „Wir nutzen die Feldwege der Agrarwirtschaften. Wir bekommen immer viel Unterstützung, aber wenn geerntet werden muss, dann kann das nicht verschoben werden.“

Die Suche nach neuen Wertungsprüfungen verlief ergebnislos, deshalb muss die 50. Roland-Rallye auf 2022 verschoben werden. „Wir haben schon drei Wertungsprüfungen gefunden mit einer Länge von ca. 62 km gefunden, mit hohem Schotteranteil“, heißt es aus Nordhausen.

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/nat/artikel/roland-rallye-doch-noch-auf-2022-verschoben-46795/

 

BMW-Triumph in Birkenfeld

In einem hochklassigen Sprint-Duell gewinnen Kai und Tim Otterbach im BMW M3 gegen Rainer Noller und Tanja Schlicht die Birkenfelder Löwen-Rallye, die erste Rallye 35 der Saison 2021.

Im Vorfeld erlebt der Veranstalter eine Menge Stress. Zweimal muss der AMC Birkenfeld wegen der Corona-Pandemie den Termin verschieben - vom 8. Mai auf den 29. Mai und nochmal auf den 26. Juni. Das schlägt sich in den Nennungen nieder, denn von den ursprünglich 128 Nennungen sagen viele Fahrer ab, zuletzt rund 20 Teams nach der ausfallreichen Hunsrück-Junior-Rallye. Ein neues Rallyezentrum, Corona-Auflagen und die plötzliche Sperrung der B41 – 48 Stunden vor dem Start muss ein Teil des Bordbuches neu erstellt werden – sorgen für zusätzliche Anforderungen. Aber dann läuft die Löwen-Rallye wie am Schnürchen ab, ohne Zwischenfälle, ohne Verzögerungen.

Das ist umso überraschender, weil die Top-Fahrer kompromisslos aufs Gaspedal drücken. Mit Rainer Noller und Oliver Bliss treten die schnellsten Mitsubishi-Fahrer des Südwestens an, mit Kai Otterbach der schnellste BMW-Pilot Deutschlands. Otterbach gewinnt den Auftakt, doch Noller, Bliss und Damian Sawicki im „alten“ Impreza liegen nur jeweils eine Sekunde hinter ihrem Vordermann. Die WP 2 bei Gollenberg bringt fast schon eine Vorentscheidung, denn Otterbach fährt hier um dreieinhalb Sekunden schneller als Noller. Bliss büßt noch zwei Sekunden mehr ein, während Sawicki mit einem 20-Sekunden-Verlust die Chancen aufs Podium vergibt. Otterbach setzt auch auf dem Dambach-Rundkurs die Bestzeit und erreicht mit 7 Sekunden Vorsprung auf Noller die Halbzeitpause. Bliss liegt bereits 17 Sekunden zurück, als Vierter führt Thomas Plum das vordere Mittelfeld an.

NES 500 Assen

Von F. Wolf

 

Freitag freies fahren:
Das erste mal in Assen auf einer neuen Strecke war für Team und uns Fahrer neu. Christian Leutheuser (Teamchef) war in der Vergangenheit im Alfa Romeo 147 Cup vor einigen Jahren mal in Assen, wo er auch selbst ins Lenkrad gegriffen hatte, aber wir hatten keinerlei Daten/Erkenntnisse im BMW M4 GT4.

Wir fühlten uns direkt wohl auf der Strecke, obwohl diese eher für die Moto GP ausgelegt ist. Durch die engen Kurven war es für uns eine Herausforderung den schweren M4 zu händeln und somit rechneten wir wieder mit einer guten Performance der TCR Autos.

Wir konnten für den Freitag gute Erkenntnisse sammeln und als Fahrer ein paar Daten ansehen, wo wir Zeit verlieren. Somit waren wir für das Qualifying am Samstagmorgen gerüstet und wollten direkt unsere erarbeiteten Kenntnisse auf der Strecke umsetzen.

Zeittraining:
Anders wie in Hockenheim oder Oschersleben gab es in Assen nur eine Qualifying Session, da der Zeitplan für das Rennwochenende sehr knapp war.
Das Zeittraining verlief dann für uns nicht optimal da wir mit viel Verkehr zu kämpfen hatten und somit konnten wir die Performance nicht umsetzen und starteten nur von Platz 6. Vor uns standen 3 TCR Autos und unsere Holländischen Kollegen deren Heimstrecke Assen war - die natürlich hier ihren Heimvorteil ausspielen konnten. Der Munckhoff M4 GTR der noch weiter modifiziert ist als unser Auto legte mit einer 1.45.3 eine absolute Bestzeit hin. Dennoch hatten wir nichts zu verlieren und blieben bei unserer Taktik wie in den vergangenen Rennen.

Rennen:

Den Start übernahm wie üblich Arne. Arne konnte sich, mit konstanten Rundenzeiten, schnell auf Platz 3 vorkämpfen. In der ersten längeren Code 60 Phase nach ca. 30 Minuten holten wir Arne zum Stopp rein. Da wir 3 Pflichtboxenstopps machen müssen überlegten wir in der langen Code 60 Phase gleich wieder nach 1. Runde zu stoppen, aber nach der Berechnung unseres Dateningenieurs würde das mit unserem kalkulierten Spritverbrauch nicht reichen und müssten 10 Minuten vor Rennende nochmal zu einem kurzen Boxenstopp was aber eine Standzeit von ca. 1. Minuten bedeuten würde und wir diese rausfahren müssten, was bei der schnellen Konkurrenz schwer möglich war.
Unsere Konkurrenz Caisley Motorsport mit Heiko Hammel im Opel TCR (Klasse NES8) versuchten das Risiko zu gehen und stoppten direkt wieder, somit hatten sie schonmal 2. Pflichtboxenstopps.
Wir hofften hier auf eine weitere Code 60 Phase, sodass wir diese nutzen könnten, diese blieb aber leider aus.
Nach ca. 1,5 Stunden wechselten dann wir, für mich hieß es konstante Runden zu fahren, um den Rückstand zu verkleinern und wenn ein Problem beim Opel entsteht durch Reifenschaden o.ä. sofort zur Stelle zu sein.
Ich lag mir durchschnittlich 1.47 gut im Zeitfenster und konnte den Rückstand auf nur noch 23 Sekunden verringern. Das reichte aber dennoch leider nicht mehr, um den TCR einzuholen. Somit hieß es zum Schluss Platz 2 im Gesamtergebnis und Platz 1 In unserer Klasse NES9. Auf unseren Konkurrenten in der Klasse der Gesamt 3. wurde hatten wir über 1. Runde Vorsprung.

Die Olympia-Rallye lebt wieder auf

Kurz vor dem Auftakt der Olympischen Sommerspiele 1972 ging in Deutschland die bislang größte Rallye-Veranstaltung über die Bühne. Jetzt kommt es zur Wiederauflage.

Die Olympia-Rallye startete bei den Segelrevieren in Kiel und führte die Teams bis zum Olympia-Stadion nach München. 417 Teams wollten die 3.371 Kilometer von Nord nach Süd unter die Räder nehmen, 307 durften letztlich starten. Die Entscheidungen fielen durch die gefahrenen Zeiten auf den 62 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 632 Kilometern. Vom Start am Montag bis zum Ziel am frühen Freitag lief die Marathon-Veranstaltung nonstop durch, lediglich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gab es die einzige Übernachtungspause.

Das Siegerpodium der 145 in Wertung verbliebenen Teams war international: Die Franzosen Jean-Pierre Nicolas / Jean Todt gewannen im Alpine Renault A110 vor den Schweden Anders Kulläng / Donald Karlsson, die ebenfalls wie die drittplatzierten Franzosen Jean Ragnotti / Jean-Pierre Rouget einen Opel Ascona 19 SR pilotierten.

Die Olympia-Rallye 72 war zudem die Geburtsstunde der internationalen Rallye-Karriere des zweifachen Weltmeisters Walter Röhrl. Als Nobody im privaten Ford Capri fuhr der Regensburger direkt nach dem Start die erste von insgesamt elf Bestzeiten, düpierte das ein oder andere Mal die internationale Konkurrenz und kämpfte um die Führung, bevor er kurz vor dem Ziel aufgeben musste. „Die Olympia-Rallye war die tollste und schönste Rallye, die Deutschland jemals sah und wohl jemals sehen wird“, zieht der ‚Lange‘ noch heute ein begeistertes Fazit.

Wiederauflage nach 50 Jahren

Im kommenden Jahr soll es erneut so weit sein. Wie vor 50 Jahren starten Teams vom 8. bis zum 13. August 2022 erneut von Kiel bis München. Die Rallye führt entlang der Original-Strecken und wird als moderne Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallye durchgeführt. Der Run auf die knapp 200 möglichen Startplätze hat längst begonnen: inzwischen haben rund 300 Teams ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet - mit dabei ist auch Walter Röhrl, natürlich in einem Ford Capri.

Klimaneutrale Durchführung

Um auf möglichst wenige Widerstände zu treffen, verkünden die Veranstalter schon jetzt, dass die Rallye „komplett klimaneutral durchgeführt“ wird. Die dafür geleisteten Ausgleichzahlungen fließen in Aufforstungsprojekte im Harz. Waren Rallyefahrer vor 50 Jahren noch eine Attraktion, müssen sie offenbar jetzt für Akzeptanz bezahlen. 

Quelle: https://www.rallye-magazin.de/histo/artikel/die-olympia-rallye-lebt-wieder-auf-46555/