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Datum : Sonntag, 5. Mai 2019
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Datum : Freitag, 24. Mai 2019
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Datum : Samstag, 25. Mai 2019
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Heiße Phase und Historisches bei Rallye Hinterland

Start am Samstag um 13.01 Uhr an Hinterlandhalle in Dautphetal, 1. Classic Rally Car Show Hinterland, Debüt für Lars Garten im Mitsubishi

DAUTHPETAL (sfä) Mit der Reifen Rallye Hinterland findet am kommenden Wochenende einer der Klassiker der hessischen Rallyeszene statt. In der Übergangsphase von Spätsommer auf den Herbst gehen auch die Meisterschaften in ihre entscheidende Phase. So zählt die achte Auflage der Veranstaltergemeinschaft MSC Salzbödetal und MSC Holzhausen- Hünstein unter anderem zum HJS DMSB Rallye Cup. Hier liegt nach fünf von sieben Läufen hinter Spitzenreiter Jan Potthast im BMW mit 36, 62 Punkten dessen Markenkollege Bernard Moufang aus Nidda mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei. Neben der üblichen Bestzeitwertung um den Gesamtsieg, dem Retro Rallye Cup auf Sollzeit, gibt es erstmals eine Classic Car Rally Show mit einigen Fahrzeugen ohne Zeitnahme. Hier sind unter anderem Torsten Tippner und Alexander Hirth (Nidda/Schotten) im BMW M3 dabei. Die Chancen sind groß, dass es erneut zu einem Mitsubishi- Sieg kommen könnte. Neben Vorjahressieger Chris Gropengiesser aus Schauenburg, gilt auch der aktuelle Grünberg- Sieger Michael Bieg aus Lindlar im Bergischen Land zu den Topfavoriten. Sein Debüt im Allradsektor gibt Lars Garten. Der Pohlheimer steigt von seinem bisher gewohnten BMW M3 ebenfalls auf einen Mitsubishi Lancer um. Als Navigator sitzt der Gladenbacher Stefan Assmann, der in der Vergangenheit mit dem Marburger Marco Koch im Opel Kadett unterwegs war, neben Garten. Zum weiteren Kreis auf Podestplätze gelten Philip Schwarz/Louisa Geitz aus Wolfhagen, ebenfalls Mitsubishi Lancer, sowie Erik Sindermann/Matthias Pätzold aus Wallau im Renault Megane. Weitere heimische Teilnehmer sind unter anderem Norbert Schneider/Evelyn Schöppl aus Weilrod im BMW 323 ti und Maurice Moufang/Marsha Röhrich aus Nidda im BMW M3.Los geht’s für die mehr als 130 Teams am kommenden Samstag an der Hinterlandhalle in Dautphetal an der B 453 ab 13. 01 Uhr mit dem Bestzeitfeld, gefolgt von der Classic Rally Car Show und dem Retro Rallye Cup. Dann stehen in den Bereichen Holzhausen, Gladenbach, Bad Endbach und Breidenbach, neun Wertungsprüfungen (WP) auf Bestzeit an. Programmhefte mit Zeit- und WP- Plänen gibt es ab kommenden Mittwoch bei Tankstelle Autohaus Herrmann in Weidenhausen, Tankstelle Gönnern, Autohaus Sindermann Breidenstein, AVIA- Tankstelle Wallau und Raiffeisen Tankstelle Dautphetal. Infos auch unter www.rallye-hinterland.de.

Erfolgreiche „Wasserspiele“ für Bodin und Wolf in der Eifel

NÜRBURG (sfä) Eifeltypisch waren die Wetterverhältnisse beim sechsten Lauf zur Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft (VLN), dem 42. RCM/DMV Grenzlandrennen auf der Kombination Nordschleife und GP- Strecke mit einer Rundenlänge von rund 25 Kilometern. Mal nass, mal trocken, mal Slicks und dann wieder Regenreifen. Mit diesen Umständen hatten alle 147 Teams, 126 davon in Wertung, auch Florian Bodin (Heuchelheim) und Florian Wolf (Linden) zu kämpfen. Dennoch verlief das Training am Samstagmorgen relativ gut für Bodin, der den KTM X- Bow GT 4 von Teichmann Racing nach 10:34,398 Minuten als Klassenbester von drei KTM´s in der Cup- X- Klasse abstellte. „Ich konnte zwei solide Runden und den Rest des Zeittrainings nutzten wir, um das Auto den Bedingungen anzupassen“, meinte der Heuchelheimer. Den Start des vierstündigen Rennens fuhr diesmal dessen Partner Georg Griesemann (Bornheim), der den KTM nach acht Runden wieder an Bodin übergab und regelrechte „Wasserspiele“ erlebte. „Es war sehr viel Wasser auf der Straße und durch die Gischt fühlte es sich ein wenig wie Blindflug an“, beschrieb der 25- Jährige die Lage. Die Bedingungen änderten sich zwar Runde für Runde, doch Bodin nach 4:09:26,675 Stunden über 22 Runden erneut den Klassensieg und damit Gesamtrang 24 fest machen. „Damit sind wir natürlich mehr als zufrieden“, war sein erfreuliches Fazit.

Etwas anders erlebte Florian Wolf das Rennwochenende, der sich einen BMW M 4 GT 4 von Leutheuser Racing mit Arne Hoffmeister (Liebenburg) und Manuel Amweg (Schweiz) in der SP8T- Klasse teilte. „In diese Klasse mussten wir wechseln, nach dem wir feststellten, dass der Ladedruck des Turboladers nicht im Normalbereich waren. In der SP8T sind allerdings auch 20 Mehr- PS erlaubt und die Werke testen hier schon mal praktisch „Prototypen“ für die GT4- Einstufung in 2020 zu tun, und mit Werksfahrern“, beschrieb Wolf die neue Situation und auch Herausforderung. Durchgereicht wurde das Trio nach 10:46,447 Minuten mit Platz vier von acht Autos im Samstagstraining jedenfalls nicht. „Wir hatten anfangs mit Untersteuern zu kämpfen, was mit 460 PS an der Hinterachse im Nassen nicht einfach machte. Darauf mussten wur uns erst mal einstellen“, analysierte Wolf seine ersten Eindrücke. Startfahrer Hoffmeister hielt sich  aus allen Zweikämpfen heraus und konnte den M4 auf Rang drei halten. Zwischenzeitlich lag man sogar auf Platz zwei. Die Mitstreiter von Schubert Motorsport hatten jedoch einen besseren Zeitpunkt zum Boxenstopp erwischt und der Leutheuser M4 lag wieder auf Platz drei. In der Schlussphase war wieder Wolf am Steuer, der es mit viel Wasser zu tun bekam. „Abschnitte, die im trockenen mit 200 km/h passen, ging teils kaum Tempo 100“, meinte Wolf. Eine Angriff auf den Zweitplatzierten machte keinen Sinn und man wurde 4:10:56,454 Stunden und 23 Runden als Klassendritter und 26. in der Gesamtwertung abgewunken. Eine Klassenplatzierung, die sich angesichts der starken Konkurrenz ein wenig wie ein kleiner Sieg angefühlt haben muss. „Wir sind natürlich überglücklich und haben als Privatteam ein Ausrufezeichen gegenüber den Werksteams gesetzt“, freute sich Wolf, ebenso wie Patrick Assenheimer. Der Heilbronner konnte zusammen mit Partner Manuel Metzger (Schweiz)  im Black Falcon Mercedes AMG GT3 nach 4:06:42,263 Stunden zum dritten Mal in Folge einen VLN- Lauf gewinnen konnte. Das gelang zuletzt Chris Mamerow und Dirk Werner im Jahr 2008. Der nächste VLN- Lauf findet am 28. September mit dem 59. ADAC Reinoldus- Langstreckenrennen statt.    

Mitsubishi- Dreifachsieg bei Rallye Days Grünberg

Sieg für Bieg/Becker, Leschhorn mit Klassensieg auf Platz 5

GRÜNBERG (sfä) Es lässt sich ohne Übertreibung behaupten, dass sich der AMC Grünberg mit seinen Rallye Days, unter anderem als Lauf zum DMSB Rallyepokal Region Süd, in der Szene etabliert hat. Die Grünberger haben ihre Hausaufgaben gemacht, fällt schon mal als Anerkennung. Das Rallyezentrum befand sich in der Mehrzweckhalle Queckborn, von wo aus es zunächst zum Showstart auf den Grünberger Marktplatz ging. Danach ging es dann zur Sache auf den insgesamt acht Wertungsprüfungen (WP) über 70 Bestzeitkilometer. Vor dem Bestzeitenfeld heizten Michael Gerber und Ronald Leschhorn mit ihren Toyota Corolla WRC als ungezeitete Vorwagen den Zuschauern schon mal akustisch und optisch ein. Als WP´s hatten die 73 Teams, 44 davon in Wertung, „APC Bender“ (Harbach- Queckborn- Münster), „Novo Terra“ (Stangenrod- Grünberg- Lehnheim) „APC Bender“ Rundkurs Harbach- Queckborn und „Stehr Special“ (Feldatal- Stumpertenrod) zu fahren. Nur bedingt bestand diesmal eine realistische Chance auf den Gesamtsieg aus mittelhessischer Sicht gegenüber dem Vorjahr mit Reiner Hahn aus Lich. Nico Leschhorn/Jara Hain aus Hungen von Romo Motorsport konnten im Peugeot 208 R2 den Gesamtsiegern Michael Bieg/Nina Becker von der RG Oberberg im Mitsubishi Lancer (43:51,30 min.) zwar nicht wirklich Paroli bieten, wurden aber mit Gesamtrang fünf (46:03,10 min.) und dem Klassensieg bestes heimisches Team. Den Mitsubishi- Erfolg an der Spitze machten Philip Schwarz/Louisa Geitz vom MSC Emstal (44:02,20 min.) auf Platz zwei und Hartmut Beckmann/Dominic Kremkau vom MSC Fulda (45:18,70 min.) perfekt. Vom gastgebenden AMC Grünberg wurden Sven und Patricia Bernhardt im BMW 318is erfreuliche 16. im Gesamt (48:49,50 min.) und Norbert Schneider/Evelyn Schöppl vom Taunus Racing Team aus Weilrod kamen im BMW 323ti als 27. in Ziel (49:30,90 min.).

Der Sieg unter 14 Teams in der Retrowertung auf Sollzeit ging Martin und Carolin Bernhardt aus Nidda im Opel Manta B (+1,19 sec.)

 

Knatterndes Kulturgut

Schotten (sfä) Es wäre übertrieben zu behaupten, dass das dritte August- Wochenende Schotten aus seinem Dornröschenschlaf erwecken würde. Dennoch wurde die Stadt während der 31. Auflage des ADAC/VFV Schottenring Classic- GP in einen gewissen Ausnahmezustand versetzt, was auch den Durchgangsverkehr betraf. So wurde die von Friedberg kommende B 455 kurz nach dem Schottener Ortseingang bis zur wenige hundert Meter entfernten sogenannten Postkurve voll gesperrt. So konnten sich die Akteure auf zwei und drei Rädern praktisch ungestört auf ihrer „Spielwiese“, dem 1, 4 Kilometer langen Stadtrundkurs mit der Seestraße, bewegen. Dem einzigen seiner Art in Deutschland übrigens. Ansonsten finden die Läufe zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft (DHM), zu der auch Schotten zählt, auf permanenten Rennstrecken wie dem Nürburgring statt. Nach dem Bergpreis Ende April geht es für den verantwortlichen MSC Rund um Schotten um dessen Chef Wolfgang Wagner- Sachs praktisch nahtlos weiter mit der Vorbereitung des Classic- GP. Der Streckenaufbau dauert eine Woche, wobei auch die genau 5005 Strohballen bewegt und auch postiert werden wollen. Insgesamt eine Mammutaufgabe, die auch die MSC´ler nicht ohne Hilfe von außen bewältigen können. Wenn dann mancher Zuschauer mit verträumten die stolzen Biker betrachtet, hat sich der Aufwand mal wieder gelohnt. Leuchtende und auch manch feuchte Augen gab es am Freitagabend bei Fahrerpräsentation. Die fand erstmals direkt vor dem MSC- Clubhaus in der Seestraße statt. Sowohl Wagner- Sachs als auch Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab waren beeindruckt von der Resonanz der Zuschauer und Aktiven. Im Mittelpunkt standen natürlich die Fahrer mit ihren Maschinen, wie z. B. König Kneeler, Baker Yamaha F1, Moto Guzzi, Maico, Kreidler und MZ.

Die mehr als 250 Teilnehmer in den  verschiedenen historischen Klassen absolvierten am Samstag ihre Trainingsläufe und Sonntag ihre Wertungsläufe  auf Sollzeit bei weitgehend idealen Bedingungen. An spektakulären Fahrmanövern mangelte es zur Freude der 8000 Zuschauer an beiden Tagen nicht, wobei es zu keinen größeren Zwischenfällen kam

 

Historisches in Reihe

Eine kleine Gruppe ehemaliger Rennfahrer, die aus Altersgründen immer weniger werden, präsentierte sich im Fahrerlager mit historischen Rennmaschinen. Um das Image zu bewahren, soll es der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden. „Was man hier sieht, wird so nicht wieder kommen“, meinte Mitinitiator Kurt Florin. Der Mann aus der Nähe von Kiel war mit seinen Sportskameraden Reinhard Biller, Kenny Hink und Ingo Emmerich Zum Grand- Prix gekommen. Es gebe auch den Punkt, wo man einen Schlussstrich ziehen solle um dann zu sagen, es ist gut, meinte Florin. Mehrere hundert tausend Euro seien die Rennmaschinen Wert, die allesamt auf europäischen Rennstrecken bewegt wurden und auch in Schotten zum Einsatz kamen. „Wollen den Zuschauern mal zeigen, was es früher gegeben hat“, meinte Florin, der sich bei Timo Neumann für den guten Standort bedankte.

 

Guter Ton

Kein Grand- Prix ohne Lautsprecher. Für die entsprechende Beschallung sorgte Radio Betz aus Kefenrod. Insgesamt habe man knapp 100 Lautsprecher in stalliert, 70 davon an der Strecke, meinte Chef Tristan Betz. Die Kefenroder sind neben dem Grand- Prix auch im Motocross als Beschaller aktiv.

 

Präsentation

Nicht zu übersehen war der BMW Showtruck neben dem Clubhaus, der zum ersten Mal beim Grand- Prix dabei war. Der Sattelschlepper tourt von Mitte Mai bis Ende September durch die Republik und bietet z. B. Probefahrten, einen Fahrsimulator, Schrauberkurs und eine Stuntshow an.

Trotz Blessuren im Ziel beim 6 Stunden Rennen

NÜRBURG (sfä) Es war mal wieder der Saisonhöhepunkt der diesjährigen VLN- Saison. Der fünfte Lauf, das ROWE 6 Stunden Ruhr- Pokal Rennen, hatte eine um 50% höhere Renndistanz als die restlichen acht VLN- Läufe. An der Zuverlässigkeit der drei KTM X- Bow GT 4 und des Porsche 718 Cayman GT 4 CS lag es nicht, sondern unverschuldeten Rennunfällen, dass die Mechaniker von Teichmann Racing schon mal Hand anlegen mussten. In der CUPX- Klasse waren die KTM mit Georg Griesemann/Florian Bodin/Reinhard Kofler (Bornheim/Heuchelheim/Österreich) mit der Nr. 930, Maik Rönnefarth/ „Maximilian“/Reinhard Kofler (Bad Neuenahr/Witten/Österreich) mit der 929 und Stephan Brodmerkel/Karl- Heinz Teichmann (Waldesch/Österreich) mit der 927 unterwegs. In der CUP3- Klasse kämpften Daniel Bohr/ „MAX“/ „Jens“ (Luxemburg/Berlin/Zossen) um Punkte in der Cayman- Trophy.

Das Trio erwischte im Porsche in der Quali am Samstagmorgen keine freie Runde und belegte Rang vier von sieben Autos. In der CUPX- Klasse hat die 929 die vorn vor der 930. Die 927 musste wegen eines Tempovergehens bei Code 60 aus der Box starten. Die Startphase war nass, teils haben die Fahrer mit Aquaplaning zu kämpfen. Noch in der Einführungsrunde prallte der 930 ein M6 ins Heck. Der Schaden konnte später repariert werden und auf Gesamtrang 26 von 148 Teams, 111 davon in Wertung, die Klasse gewonnen werden. Die 929 wird auch in der Startphase Im Heck getroffen und muss  mit Reifenschaden an die Box. Ohne weitere Schäden an der Karosserie geht es weiter und am Ende reichte es zu Cupplatz zwei und Gesamtrang 37. Ebenfalls ein Reifenschaden stoppt die 927 etwa 90 min. vor Schluss im Pflanzgarten. Es kann jedoch gewechselt und der Ehrenplatz in der Klasse und Gesamtrang 97 erreicht werden. Einzig der Cayman kam ohne Blessuren durch, konnte aber nicht immer das Spitzentempo mitgehen und belegte Platz vier in der Klasse, sowie Gesamtrang 19.

Gesamtsieger wurden Patrick Assenheimer/Maro Engel (Heilbronn/Monaco) im Black Falcon Mercedes AMG GT3.

Der sechste VLN- Lauf findet am 7. September wieder über die gewohnte Distanz von vier Stunden statt.

Bodin mit Taktik zum Klassensieg, Wolf disqualifiziert

NÜRBURG (sfä) Seinen zweiten Klassensieg in der laufenden Sieg holte sich Florian Bodin (Heuchelheim), der sich mit Georg Griesemann (Bornheim) und Reinhard Kofler (Österreich) einen von drei KTM X- Bow GT 4 von Teichmann Racing in der Cup X- Klasse teilte. Die Startphase zum fünften Lauf der VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) erwies sich auf der Kombination GP- Kurzanbindung und Nordschleife aufgrund des anfänglichen Regens als tückisch. Nur zu Beginn des ROWE- 6 Stunden ADAC Ruhr- Pokal Rennen war die Strecke nass. Mit Regenreifen gestartet trocknete die Strecke ab Runde drei völlig ab. „Ich musste die Regenreifen also drei Runden noch im Trockenen fahren, weil wir erst bis zur sechsten Runde Slicks aufziehen wollten“, erklärte Bodin. Die Taktik ging auf und er konnte den X- Bow als Klassenbester an Griesemann übergeben, der einen Doppelturn fuhr. Den Rest erledigte dann KTM- Werksfahrer Kofler, der den KTM nach 37 Runden und 6:04:00,942 Stunden als Klassensieger und 26. von 148 Autos, 111 davon in Wertung, abstellte. „Unsere Taktik ging auf und wir konnten trotz einer Reparatur nach einem Startrempler vorne bleiben“, freute sich Bodin.

In der mit sieben Autos besetzten Klasse SP 10 teilte sich Florian Wolf (Linden) mit Arne Hoffmeister/Manuel Amweg (Liebenburg/Schweiz) einen BMW M4 GT4 von Leutheuser Racing + Events. Nach dem 24h- Rennen im Juni wurde der M4 neu aufgebaut und am Trainingsfreitag einem erfolgreichen Funktionstest unterzogen. Vom vierten Klassenrang ins Rennen gestartet, konnte man Platz drei vorfahren. Der Heckeinschlag eines Hintermanns warf den M4 zwar auf Platz vier zurück, man war aber insgesamt konkurrenzfähig. Die bittere Pille kam nach der Zielflagge. „Leider wurde nach dem Parc Ferme eine Überschreitung des Ladedrucks um 0, 2 bar festgestellt und wir disqualifiziert. Darauf haben weder Team noch Fahrer Einfluss. Hier muss im Nachgang geklärt werden, warum BMW Motorsport ein nicht regelkonformes Auto an den Start gebracht hat“, meinte Wolf.  

 

Der Gesamtsieg ging nach 6:00:48,444 Stunden und 40 Runden an Patrick Assenheimer/Maro Engel (Heilbronn/Monaco) im Mercedes AMG GT 3 von Black Falcon. Der sechste VLN- Lauf findet am 7. September wieder über die gewohnte Renndistanz von vier Stunden statt.

Erst top, dann flop auf der Nordschleife

 

Florian Bodin mit defekter Antriebswelle, Simon Klemund mit Reifenschaden

NÜRBURG (sfä) Trotz bester Bedingungen während des vierten Laufs der Veranstaltergemeinschaft Nürburgring (VLN), der 5ß. Adenauer ADAC Rundstreckentrophy, gab es bei Florian Bodin aus Heuchelheim und Simon Klemund aus Hungen letztlich nur bedingt Grund zur Freude. Dabei begann das wegen eines Unfalls im Training um 30 Minuten verkürzte 3, 5 Stunden Rennen auf der Kombination GP- Strecke und Nordschleife mit einer Rundenlänge von rund 25 Kilometer für Bodin vielversprechend. Der 25- Jährige parkte den KTM X- BOW GT 4 von Teichmann Racing aus Adenau in der Quali am Samstagmorgen nach 8:55,162 Min. mit Bestzeit in der in der Cup X- Klasse. Dessen Partner Georg Griesemann aus Bornheim konnte den KTM mit beständig schnellen Zeiten auf Kurs halten. Als Bodin wieder übernommen hatte, scherte ihm in seiner fünften Runde im Abschnitt Karussell die Antriebswelle ab und er humpelte mit seinem KTM noch in die Box. Nach etwa zehn Minuten war der Schaden behoben und es geht wieder auf die Strecke. Mit einer Rund Rückstand reichte es zwar nicht mehr zum Klassensieg, aber nach 21 Runden zu Klassenrang zwei und Platz 64 im Gesamt.

Simon Klemund hatte erst vor wenigen Wochen bei FK Performance aus Bremen angedockt und beim Debüt die Zielankunft beim ADAC TOTAL 24h- Rennen erlebt. Im freien Freitagstraining nutzte er die Zeit zu etlichen Runden im BMW M 240i Racing Cup in der Cup 5- Klasse, um einiges auszuprobieren. Mit profillosen Slicks im Regen unterwegs empfand der Hungener als „gute Lernbedingung“. Teamkollege Juha Hannonen aus Finnland verlor beim Start zwei Plätze und auch sein zweiter Partner Alexander Müller büßte fünf Plätze ein. Als Schlussfahrer konnte Klemund wieder Boden gut machen, aber in der vorletzten Runde bremste ihn ein platter Reifen und er fuhr auf der Felge über fast die gesamte Nordschleife an die Box. Am Ende reichte es nach einem schnellen Reifenwechsel und der letzten Runde noch zu Klassenrang 14 und dem 89. Gesamtrang unter 149 Teams, davon 120 in Wertung. Der Gesamtsieg ging an Patrick Assenheimer/Manuel Metzger aus Meuspath bzw. Schweiz im Mercedes AMG GT 3 von Black Falcon Team AutoArena Motorsport.

Kult und Kunst

SCHOTTEN (sfä) Das dritte August- Wochenende ist ein fester Termin bei den Freunden des historischen Motorradsports. Dann findet der 31. ADAC/VFV Schottenring- GP statt, zu dem erneut mehr als 10 000 Zuschauer und ein stattliches Fahrerfeld auf dem 1,4 Kilometer langen Stadtrundkurs an der Seestraße erwartet werden. Nach dem 30- Jährigen GP- Jubiläum steht nun wieder ein Jubiläum an. Zudem wird im Vogelsbergstädtchen wieder ein Ex- Weltmeister zu Gast sein. Die Verantwortlichen des MSC Rund um Schotten mit Wolfgang Wagner- Sachs an der Spitze arbeiten an einem attraktiven Zweitages- Programm bei diesem Lauf zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft, der zur Kultveranstaltung geworden ist. Einer der Höhepunkte ist wieder die Seitenwagenklasse, die wie alle Divisionen auf Sollzeit fährt. Was nach außen fast federleicht aussieht, ist für die Teilnehmer schon mal harte Arbeit. Die Motorräder stammen aus vergangenen Jahrzehnten und haben nicht nur teils empfindliche Technik, sondern erfordern auch eine gewisse Kunst bei der Fahrweise. Der Applaus der Zuschauer ist allen Beteiligten jedenfalls sicher. Weitere Infos unter www.schottenring.de

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